Brust

Brustverkleinerung beim Mann / Gynäkomastie

Stoffwechselerkrankungen, Hormonverschiebungen, Anabolika, Medikamente oder auch übermäßiger Alkoholgenuss können beim Mann zur Entwicklung einer weiblichen Brust führen.

Dabei verlieren die Betroffenen nicht nur ihre männlich flache und muskulär geformte Brustsilhouette. Die Patienten, die von der Frauenbrüstigkeit betroffen sind, klagen oft auch über Schmerzen an der veränderten Brustdrüse. Im seltenen Falle einer einseitigen Vergrößerung der Brust muss auch die Möglichkeit eines Brustdrüsentumors bedacht und der Patient dahingehend untersucht werden. Erst dann ist eine Verkleinerung der männlichen Brust bzw. die Behandlung der Frauenbrüstigkeit möglich.

Bevor eine Gynäkomastie-Operation durchgeführt werden kann, ist zu untersuchen, ob die veränderte Brust überwiegend Fettgewebe oder mehr Drüsengewebe enthält und wie ausgeprägt der umschließende Hautmantel ist. Herrscht ein Überschuss an Fettgewebeanteilen, ist eine Behandlung mittels Fettabsaugung, Liposuktion, möglich. Überwiegt das Drüsengewebe, ist dieses über eine kleine Inzision unterhalb der Brustwarzen entfernbar. Um die natürlich flache männliche Silhouette der muskulären Brust wiederherzustellen, werden die Konturen mittels Absaugung geglättet. Sollte sich dabei die Haut aufgrund ihrer elastischen Eigenschaften nicht ausreichend zurückziehen, was nur selten der Fall ist, kann hier zusätzlich eine narbensparende Straffung des Hautmantels durchgeführt werden. Auch beim Mann wird jedes entnommene Brustdrüsengewebe feingeweblich auf Veränderung untersucht.

Auf den Seiten Fettabsaugung und Bauchstraffung erhalten Sie weitere detaillierte Informationen zu den Möglichkeiten von konturverbessernden Straffungsoperationen beim Mann.

FAQ

Klinikaufenthalt

Ihre Betreuung bei einer Gynäkomastie-Operation erfolgt für 2–4 Nächte stationär.

OP-Dauer

Die Dauer einer Gynäkomastie-Operation beträgt, abhängig von der Resektion und dem abzusaugenden Volumen, in der Regel 2 h.

Anästhesie

In der Regel erfolgt die Operation in Vollnarkose.

Schnittführung

Üblicherweise sind für eine Liposuktion zwei kleine Inzisionen am Brustwarzenrand und an der unteren äußeren Brustbasis erforderlich. Im Falle einer Drüsenresektion wird die Inzision narbensparend halbkreisförmig um den Brustwarzenhof herumgeführt. Eine Hautstraffung ist zwar selten, sollte sie aber auftreten, erfolgt die Inzision senkrecht zur Unterbrustfalte.

Hautverschluss

Der Verschluss der Hautschnitte erfolgt mit resorbierbarem und nichtresorbierbarem Fadenmaterial.

Drainagen

In der Regel ist je Brust, abhängig von den durchgeführten Prozeduren, 1 Drainage erforderlich.

Nach der OP

Nach der Operation erhalten Sie für 2–4 Tage einen polsternden Kompressions-Verband. Nach 10–14 Tagen werden die Fäden entfernt. Um Schwellungen vorzubeugen und eine komplikationsfreie Wundheilung zu gewährleisten, ist nach einer Gynäkomastie-Operation das Tragen eines speziellen Kompressionsgurtes für die Dauer von 6–8 Wochen notwendig. Vor der Operation werden Sie zu geeigneten Modellen und Größen beraten.

Gesellschaftsfähigkeit

Die Gesellschaftsfähigkeit ist in aller Regel nach Abklingen der Schwellungen oder Blutergüsse nach etwa 14 Tagen wieder gegeben. Um minimale Resterscheinungen zu kaschieren, erhalten Sie von uns zusätzlich Verbandstipps. Eine normale Arbeitsfähigkeit ist, abhängig von Ihrer Tätigkeit, nach etwa 2–3 Wochen gegeben.

Sport

In der Regel können Sie sportliche Betätigungen und starke körperliche Anstrengungen nach vollständig abgeschlossener Wundheilung nach etwa 3 Monaten wieder ausüben.

Eine Entfernung der Männerbrust kann bei einigen Risikofaktoren oder Erkrankungen nur nach einer strengen Indikationsprüfung durchgeführt werden. Im Beratungsgespräch werde ich Sie daher insbesondere nach Brustkrebs in Ihrer Familie, Hauterkrankungen, Diabetes mellitus, Rauchen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen fragen.

Es ist nicht vollständig auszuschließen, dass bei einem operativen Eingriff ungünstige Begleiterscheinungen auftreten. Damit die Heilungsphase problemlos verläuft, werde ich Ihnen nach der Operation natürlich betreuend zur Verfügung stehen.

Seltene, aber mögliche Komplikationen und Risiken

  • Blutergüsse und Schwellungen
  • länger sichtbare Narben
  • eine veränderte Empfindlichkeit der Brustwarzen
  • mögliche Asymmetrien
  • mögliche Nachkorrekturen
  • ein erneutes Auftreten der Gynäkomastie (Rezidiv)

Was kostet eine Gynäkomastie-Operation

In aller Regel werden die Kosten für Eingriffe im Bereich der ästhetischen Chirurgie von keiner Krankenkasse übernommen. Die private Krankenkasse kann aber dann die Kosten des Eingriffs übernehmen, wenn medizinische Gründe für Erkrankungen vorliegen, die eine Männerbrust hervorrufen. Dabei spielt auch die Größe des veränderten Brustdrüsengewebes eine Rolle.

Die Behandlungskosten sind von der für Sie infrage kommenden Behandlungsmöglichkeit, den dafür erforderlichen Untersuchungen und dem Eingriff unter ambulanten oder stationären Bedingungen abhängig und variieren dementsprechend. Ich erstelle Ihnen vorab gern einen detaillierten Kostenvoranschlag, der alle voraussichtlichen Kosten aufführt.