Brust

Eigenfett Unterspritzung / Lipofilling

Eine Brustvergrößerung durch Eigenfettunterspritzung – Lipofilling – ist die einzige Alternative zu Silikonimplantaten. Um eine formschöne, typgerecht und natürlich wirkende Volumenvergrößerung der Brust zu erzielen, sind in der Regel mehrmalige Transplantationen notwendig. Vor allem für Patientinnen, die bewusst auf das Transplantieren körperfremden Materials verzichten möchten, ist dieses Verfahren empfehlenswert. Dabei verbessert sich nicht nur die Projektion der Brust, sondern sie behält außerdem ihre natürliche Haptik. Die Eigenfettunterspritzung – Lipofilling- ist altersunabhängig, kann also in jedem Lebensalter durchgeführt werden.

Bei einer Vergrößerung der Brust durch Eigenfettunterspritzung erfolgt zunächst die Absaugung – Liposuktion – körpereigenen Fettgewebes aus lokalen oberflächlichen Fettdepots von der Hüfte, den Oberschenkeln oder den Flanken. Um eine möglichst hohe Einheilungsrate zu erzielen, findet im Operationssaal eine Aufbereitung des Fettgewebes statt. Bei modernen Verfahren wird in dieser Aufbereitung das zu transplantierende Eigengewebe mit physiologisch im Fettgewebe vorkommenden Stammzellen angereichert. Die Brust wird dann durch die Verwendung spezieller Kanülen in mehreren Etagen unterfüttert. Da etwa ein Viertel des transplantierten körpereigenen Fettes verloren geht, können bis zur gewünschten Brustgröße weitere Transplantationen erforderlich sein. Zwischen diesen ist ein Abstand von mindesten 2-3 Monaten einzuhalten.

FAQ

Klinikaufenthalt

Die stationäre Betreuung bei einer Eigenfetttransplantation beträgt 1 Nacht.

OP-Dauer

Die Eigenfetttransplantation findet immer im Operationssaal statt. Die OP-Dauer mit Eigenfettgewinnung beträgt in der Regel 1½–2 h.

Anästhesie

In der Regel erfolgt die Operation in Vollnarkose.

Schnittführung

Um Eigenfett zu gewinnen, sind für die feinen Absaugkanülen im Bereich der überschüssigen Spender-Fettdepots winzige Inzisionen erforderlich. Auch für die Transplantation des Eigenfetts sind derartige Inzisionen am Rand des Brustwarzenhofes oder der Brustbasis notwendig.

Hautverschluss

Die feinen Hautschnitte, die bei der Entnahme und Transplantation des Eigenfettgewebes entstehen, werden mit nichtresorbierbarem Fadenmaterial verschlossen. Der Verschluss der feinen Hautschnitte erfolgt nach Entnahme und Transplantation des Eigenfettgewebes mit nichtresorbierbarem Fadenmaterial.

Drainagen

In aller Regel sind Drainagen nicht notwendig.

Nach der OP

Nach der Operation erhalten Sie einen Pflasterverband. Das Entfernen der Fäden erfolgt nach 5 Tagen. Um nach einer Eigenfetttransplantation eine komplikationsfreie Wundheilung zu gewährleisten, ist möglicherweise das Tragen eines speziellen BH‘s für 4–6 Wochen erforderlich. Vor der Operation werden Sie zu hierfür geeigneten Modellen und Größen beraten. Je nach Fläche der Absaugung kann im Bereich der Spenderareale für die Dauer von 4–6 Wochen Kompressionswäsche in Form spezieller Strumpfhosen oder Mieder verordnet werden.

Gesellschaftsfähigkeit

Die Gesellschaftsfähigkeit ist in aller Regel nach Abklingen der Schwellungen oder Blutergüsse nach etwa 14 Tagen wieder gegeben. Um minimale Resterscheinungen zu kaschieren, erhalten Sie von uns zusätzlich Verbandstipps. Eine normale Arbeitsfähigkeit ist, abhängig von Ihrer Tätigkeit, nach etwa 2–3 Wochen gegeben.

Sport

In der Regel können Sie sportliche Betätigungen und starke körperliche Anstrengungen nach vollständig abgeschlossener Wundheilung nach etwa 3 Monaten wieder ausüben.

Eine Brustvergrößerung durch Eigenfetttransplantation kann bei einigen Risikofaktoren oder Erkrankungen nur nach einer strengen Indikationsprüfung durchgeführt werden. Im Beratungsgespräch werde ich Sie daher insbesondere nach Brustkrebs in Ihrer Familie, Voroperationen und Vorerkrankungen an Ihrer Brust, Diabetes mellitus, Rauchen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen fragen.

Es ist nicht vollständig auszuschließen, dass bei einem operativen Eingriff ungünstige Begleiterscheinungen auftreten. Damit die Heilungsphase problemlos verläuft, werde ich Ihnen nach der Operation natürlich betreuend zur Verfügung stehen.

Seltene aber mögliche Komplikationen und Risiken sind

  • Blutergüsse und Schwellungen
  • mögliche Asymmetrien
  • Entzündungen
  • Verkapselungen

Was kostet eine Brustvergrößerung?

In aller Regel werden die Kosten für Eingriffe im Bereich der ästhetischen Chirurgie von keiner Krankenkasse übernommen. Die private Krankenkasse kann aber dann die Kosten für den Eingriff übernehmen, wenn er aus medizinischen Gründen, wie einer deutlichen anlagebedingten Asymmetrie oder einer fehlentwickelten Brust, notwendig ist. Hierzu informieren Sie sich bitte auf den Seiten für die Korrektur angeborener Fehlbildungen der Brust.